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JavaScript: Stark
unterschätzte Technologie im WWW
JavaScript (ursprünglich als LiveScript, jetzt auch als ECMAScript
und JScript bekannt) wurde aus der Notwendigkeit geboren,
Webseiten funktioneller und dynamischer zu gestalten.
HTML ist eine statische Sprache, mit der die Anordnung
von
Informationen auf einer Website beschrieben wird. Sie
gibt dem
Anwender nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten zur Interaktion
mit
den Informationen.
Als das WWW ermächtigt wurde, strategische Aufgaben im Unternehmensumfeld
zu übernehmen, mussten die Browser Benutzer in die Lage versetzt
werden,
mit dem Seiteninhalt interaktiv zu kommunizieren:
Komplexe Formulare mussten ausgefüllt und geprüft werden, hierarchische
Informationen in kaskadierenden Menüs angezeigt werden etc.
Diese Interaktionen müssen straff an den Inhalt und
die Struktur des
HTML-Dokuments gebunden sein.
1995 erkannte Brendan Eich die Situation
und entwickelte LiveScript für den Netscape Navigator (der
zu der Zeit schon Sun gehörte).
In der offiziellen
Presseerklärung heißt es:
| "JavaScript wurde für Autoren von HTML-Seiten
und
Unternehmensanwendungsentwickler konzipiert, die
mit einem dynamischen Script das Verhalten von
Objekten beeinflussen, die sowohl auf dem Client
als auch auf dem Server laufen." |
Vielleicht kam es wegen der Ähnlichkeit mit Java
bezüglich der Syntax
zur Bezeichnung JavaScript. Um es deutlich
zu sagen: JavaScript ist eine
reichhaltige und ausdrucksstarke pseudoobjektorientierte Scriptsprache,
die
aber neben diesen oberflächlichen Ähnlichkeiten nichts mit
Java zu tuen hat.
Die Scriptsprache hat Objekte, die Daten und
Methoden beinhalten, die ihrerseits
auf diesen Daten aufsetzen. Objekte können andere Objekte beinhalten.
Sie hat
auch keine Klassen, dafür aber Konstruktoren, die dasselbe wie
Klassen
bewirken. Einschließlich der Containerfunktion für die Klassenvariablen
und -methoden.
Wie auch immer, sie hat zwar keine klassenorientierte
Erben, dafür aber
prototyporientierte Erben.
Um eine Vorstellung von der Wichtigkeit
zu vermitteln: Es wird vermutet, dass
70 bis 80 % aller Webseiten in irgendeiner Form
Gebrauch von JavaScript machen.
Die meisten Personalcomputer (ob nun Windows,
Apple oder andere) haben
irgendeine Version von JavaScript-Übersetzer. Leider, denn das
ist einer der
Gründe für die Probleme der Sprache: Sie war einer der Verlierer
des Browser-Krieges zwischen Microsoft und Netscape. Jetzt,
in den letzen Versionen und in
den letzten Releases der meisten wichtigen Browser
und Plattformen, kann man
schon deutlich mehr Support für JavaScript erkennen. Die aktuelle
Version ist
durch die European Computer
Manufacturer's Association (ECMA) in Genf, Schweiz,
standardisiert, und die Dokumentation ist wahrscheinlich
eine der hässlichsten
und trockensten technischen Abhandlungen, die
man auf der Welt finden kann.
Gutes und effektives JavaScript zu schreiben,
erfordert ähnliche Fertigkeiten
wie eine andere Computersprache (z. B. C, C++,
Java).
JavaScript
hat in vielen unserer BI-Projekte ihre Zweckmäßigkeit
sehr beeindruckend
unter Beweis gestellt. Hiermit stellen wir eine
Plattform zur Nutzung von JavaScript
in BI-Applikationen vor. Wir werden praxiserprobte
Scripts und Beispiele aus unserer
Alltagsarbeit vorstellen. Gern können Sie Ihre eigenen
Scripts beisteuern, wenn
diese in einem BI-Zusammenhang stehen. Wenn Sie möchten,
auch mit Bild und Kurzbiographie.
Wir haben auch nichts dagegen, wenn Sie die Beispiele
herunterladen und in Ihre
eigene Arbeit integrieren.
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